« HEIMAT» Begriff
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Der Begriff Heimat war ursprünglich ein Neutrum:
„hämatli“ - „das Heimat“
Althochdeutsch „heim-Uodil“ - gotisch „haim-oþli“.
Es stammt über germanisch haima, haimi von indogermanisch „kei“ -
gleichbedeutend „liegen“.
Englisch home; verwandt mit griechisch koimáo: „bringe zu Bett“ - sowie von germanisch ôþala „Erbbesitz“, „Herkunftsort“ ab, und ist etwa um das Jahr 1000 belegt als „heimôti“ und bedeutete ein „Wohnrecht mit Schlafstelle im Haus“.
Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum - Territorium. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird, und in dem die frühesten Sozialisations-Erlebnisse stattfinden, die zunächst Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen.
Er steht auch in einer speziellen Beziehung zum Begriff der „Siedlung“. Dieser bezieht sich, im Gegensatz zum Wohnplatz, in der Regel auf eine sesshafte Lebensform, d. h. auf ein dauerhaftes bzw. langfristiges Sich-Niederlassen und Wohnen an einem Ort bzw. in einer Region.
Heimat als eine räumlich-soziale Einheit mittlerer Reichweite, in welcher der Mensch Sicherheit und Verlässlichkeit seines Daseins erfahren kann, sowie ein Ort tieferen Vertrauens. Heimat als Nahwelt, die verständlich und durchschaubar ist. Als Rahmen, in dem sich Verhaltenserwartungen stabilisieren, in dem sinnvolles, abschätzbares Handeln möglich ist.
Der Begriff findet aber auch in einem übertragenen, metaphorischen Sinne - etwa in der Bedeutung Verwendung: „geistige Heimat“.
Der Heimatbegriff befindet sich in ständiger Diskussion.
